Es gibt rund 100 Versicherungsarten – die meisten davon brauchst Du nicht. Wichtig ist nur eine Handvoll. Hier erkläre ich Dir ehrlich und ohne Verkaufsdruck, welche Policen wirklich zählen, welche sinnvoll sind und welche Du Dir getrost sparen kannst.
Die wichtigste Frage bei jeder Versicherung lautet nicht „Was kann passieren?", sondern „Welcher Schaden würde mich finanziell umwerfen?". Ein kaputtes Handy verkraftest Du. Eine lebenslange Schadenersatzforderung oder der Verlust Deiner Arbeitskraft dagegen nicht. Genau danach ordnet sich alles: Erst die großen, existenzbedrohenden Risiken absichern – der Rest ist Kür.
Faustregel: Versichere große, unwahrscheinliche Risiken (Berufsunfähigkeit, Haftpflichtschäden) – und trage kleine, häufige Kosten (Handybruch, Brille) lieber selbst. Genau umgekehrt machen es die meisten.
Privathaftpflicht, Berufsunfähigkeit und eine funktionierende Krankenversicherung. Diese drei schützen vor dem finanziellen Totalschaden.
Hausrat, Kfz (Pflicht mit Auto), Risikoleben (Familie/Kredit) und Rechtsschutz. Wichtig, sobald es etwas zu schützen gibt.
Handy-, Brillen-, Glas-, Sterbegeld- oder Insassenunfallversicherung. Kleine Risiken, die Du günstiger selbst trägst.
Wer fahrlässig einen Personenschaden verursacht, haftet unbegrenzt – mit dem gesamten Vermögen, ein Leben lang. Genau das fängt die Privathaftpflicht ab, schon für wenige Euro im Monat. Mehr dazu auf der Seite Hausrat & Haftpflicht.
Dein Einkommen ist Dein größtes Vermögen. Fällt es durch Krankheit oder Unfall weg, reicht die gesetzliche Erwerbsminderungsrente fast nie. Details auf Berufsunfähigkeitsversicherung.
Ob gesetzlich oder privat: Hier geht es um Gesundheit und oft viel Geld über Jahrzehnte. Was zu Dir passt, erfährst Du unter Krankenversicherung.
Die Privathaftpflicht. Sie ist günstig und schützt vor existenzbedrohenden Schadenersatzforderungen. Direkt danach kommen Berufsunfähigkeit und eine gute Krankenversicherung.
Häufig verzichtbar sind Handy-, Brillen-, Glas-, Sterbegeld- und Insassenunfallversicherung. Sie decken kleine, gut selbst tragbare Risiken – oft zu schlechtem Preis-Leistungs-Verhältnis.
Ja – gerade dann lohnen sich Privathaftpflicht und Berufsunfähigkeit, weil sie jung besonders günstig sind. Mehr dazu im Ratgeber Berufsunfähigkeit für Azubis.
Am einfachsten mit einem unabhängigen Versicherungscheck: Ich schaue Deine bestehenden Verträge an, streiche Überflüssiges, schließe Lücken und senke Beiträge – kostenlos und unverbindlich.
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